Futterumstellung: So gelingt der Wechsel zu natürlichem Hundefutter

Du möchtest das Futter von deinem Hund auf umstellen, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Keine Sorge, der Umstieg ist einfacher als gedacht. Hier erfährst Du alles, was Du wissen musst.

Warum auf schonend gegart umstellen?

Viele Hundehalter stellen erst dann das Futter um, wenn ihr Hund gesundheitliche Probleme zeigt, Verdauungsprobleme, Hautprobleme, Allergien oder einfach mangelnde Fressfreude. Andere tun es von Anfang an, weil sie ihrem Hund die bestmögliche Ernährung bieten möchten.

Die Gründe sind vielfältig, das Ergebnis aber oft dasselbe: Hunde, die auf schonend gegartes Futter umgestellt werden, zeigen schon nach wenigen Wochen deutliche Verbesserungen, mehr Energie, ein glänzendes Fell, eine bessere Verdauung und ein insgesamt gesteigertes Wohlbefinden.

So gelingt die Umstellung – von heute auf morgen

Die gute Nachricht zuerst: Einen gesunden Hund kannst du von heute auf morgen auf unsere Frischemenüs umstellen, ohne lange Übergangsphase, ohne komplizierte Berechnungen. 

Empfohlen wird, deinen Hund am Vortag der Umstellung einen Tag fasten zu lassen. Das gibt dem Darm die Möglichkeit, sich vollständig zu entleeren und optimal auf die neue Nahrung vorzubereiten. Am nächsten Tag startest du direkt mit der schonend gegarten Nahrung – am besten auf 2–3 Portionen am Tag verteilt, damit der Magen nicht auf einmal zu viel bekommt. Starte mit einer leicht verdaulichen Proteinquelle wie Huhn und bleibe in den ersten Wochen bei dieser Sorte, bevor du anfängst zu wechseln.

Bei älteren oder kranken Hunden sowie Hunden mit einem besonders empfindlichen Magen kann eine etwas behutsamer gestaltete Umstellung sinnvoll sein. Hier empfiehlt es sich, in Absprache mit einem Tierarzt vorzugehen, der die individuelle Situation des Hundes einschätzen kann.

Wie viel Futter braucht mein Hund?

Als Faustregel gilt: Ausgewachsene Hunde benötigen täglich etwa 2–4 % ihres Körpergewichts, Welpen und Junghunde hingegen 4–6 % des aktuellen Körpergewichts, hier sollte das Wachstum regelmäßig im Blick behalten werden, da sich der Bedarf mit zunehmendem Alter verändert. Sehr aktive Hunde, die viel Sport machen oder viel draußen sind, dürfen eher am oberen Ende der Spanne gefüttert werden. Ältere oder weniger aktive Hunde benötigen dagegen etwas weniger, da ihr Energiebedarf geringer ist.

Ein einfaches Beispiel zur Orientierung: Ein ausgewachsener Hund mit 20 kg Körpergewicht kommt täglich mit etwa 400–800 g Frischemenü bestens versorgt durch den Tag. Generell gilt: Beobachte deinen Hund regelmäßig und passe die Menge bei Bedarf an, ist er zu schlank, etwas mehr; nimmt er zu, etwas weniger. Das Gewicht ist der beste Indikator dafür, ob die Ration stimmt.

Welches Futter eignet sich für den Einstieg?

Für die Umstellung eignen sich besonders leicht verdauliche Proteinsorten, also Sorten, die der Magen des Hundes problemlos verarbeiten kann, ohne gleich von der neuen Ernährungsform überfordert zu werden. Bewährt haben sich vor allem zwei Proteinquellen: Huhn ist mild, mager und besonders gut bekömmlich, ideal als erster Einstieg. Lamm punktet mit einem sanften Geschmack und wird auch von empfindlichen Hunden meist sehr gut vertragen. 

Grundsätzlich gilt: Starte mit einer einzigen Proteinquelle und wechsle erst dann, wenn sich die Verdauung eingespielt hat. So behältst du den Überblick und kannst eventuelle Unverträglichkeiten leicht zuordnen.

Wer noch unsicher ist, welche Sorte am besten ankommt, startet am besten mit einem Probierpaket, so lassen sich mehrere Sorten risikofrei testen, bevor man größere Mengen bestellt. Die Nutriment Probierpakete bieten genau das: eine Auswahl verschiedenner Sorten zum unkomplizierten Kennenlernen, perfekt für den Einstieg.

Tipps für eine erfolgreiche Fütterung im Alltag

Damit die Fütterung von gefrorenen Frischemenüs im Alltag reibungslos funktioniert, gibt es ein paar einfache Grundregeln, die du im Blick behalten solltest. Wichtigste Regel zuerst: niemals gefrorenes Futter servieren. Das Futter sollte immer vollständig aufgetaut sein, bevor es in den Napf kommt. Am besten taust du die Tagesration über Nacht im Kühlschrank auf. Wenn es schneller gehen muss, reichen bei Zimmertemperatur etwa 30–60 Minuten.

Aufgetautes BARF sollte außerdem nicht wieder eingefroren werden. Am besten immer nur die Menge auftauen, die innerhalb von 1–2 Tagen verbraucht wird.

Wer langfristig barft, sollte die Proteinquelle regelmäßig wechseln, zum Beispiel wöchentlich oder alle zwei Wochen. Das sorgt für eine breite Nährstoffversorgung und beugt gleichzeitig der Entstehung von Futtermittelunverträglichkeiten vor.

Und schließlich: Hygiene ist beim Umgang mit rohem Fleisch selbstverständlich. Den Napf nach jeder Mahlzeit reinigen und die Hände nach dem Portionieren waschen, das schützt dich und deinen Hund gleichermaßen.