BARF Umstellung: So gelingt der Wechsel zu natürlichem Hundefutter
Du möchtest Deinen Hund auf BARF umstellen, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst? Keine Sorge, der Umstieg auf biologisch artgerechtes Rohfutter ist einfacher als gedacht. Mit der richtigen Vorbereitung und dem passenden Futter gelingt die Umstellung ganz entspannt. Hier erfährst Du alles, was Du wissen musst.
Warum auf BARF umstellen?
Viele Hundehalter stellen erst dann auf BARF um, wenn ihr Hund gesundheitliche Probleme zeigt, Verdauungsprobleme, Hautprobleme, Allergien oder einfach mangelnde Fressfreude. Andere tun es von Anfang an, weil sie ihrem Hund die bestmögliche Ernährung bieten möchten.
Die Gründe sind vielfältig, das Ergebnis aber oft dasselbe: Hunde, die auf natürliches Rohfutter umgestellt werden, zeigen schon nach wenigen Wochen deutliche Verbesserungen, mehr Energie, ein glänzendes Fell, eine bessere Verdauung und ein insgesamt gesteigertes Wohlbefinden.
Dass BARF nicht nur gefühlt, sondern auch wissenschaftlich nachweisbar wirkt, belegt die bisher größte europäische Rohfutter-Studie, durchgeführt von Nutriment gemeinsam mit Treat Therapeutics: Nach nur 35 Tagen zeigte sich bei 101 Hunden eine signifikant verbesserte Darmgesundheit und eine erhöhte Bakterienvielfalt im Mikrobiom. Mehr dazu hier: Trust Your Gut – Die Studie
Sofortige oder schrittweise Umstellung – Was ist besser?
Prinzipiell ist es möglich, einen gesunden Hund von heute auf morgen auf Rohfütterung umzustellen, ohne Probleme befürchten zu müssen. Dabei empfiehlt es sich, Deinen Hund zunächst einen Tag fasten zu lassen, damit sich der Darm entleert. Am nächsten Tag beginnst Du, die rohe Nahrung auf 2–3 Portionen am Tag verteilt zu füttern.
Bei älteren, kranken Hunden oder Hunden mit einem empfindlichen Magen ist es hingegen ratsam, die Umstellung langsamer vorzunehmen, Schritt für Schritt über mehrere Tage.
Schrittweise Umstellung über 4–7 Tage
Starte in den ersten beiden Tagen mit einem Anteil von 25 % BARF und 75 % bisherigem Futter, so bekommt die Verdauung Zeit, sich langsam anzupassen. An Tag 3 und 4 erhöhst Du den BARF-Anteil auf 50 %, während das bisherige Futter auf die andere Hälfte reduziert wird. An Tag 5 und 6 dreht sich das Verhältnis um: 75 % BARF, nur noch 25 % bisheriges Futter. Ab Tag 7 ist die Umstellung abgeschlossen.
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Was gehört in eine BARF-Mahlzeit?
Eine vollständige BARF-Ration setzt sich aus rohen tierischen und pflanzlichen Anteilen zusammen. Typische Bestandteile sind:
Fleisch: Rind, Huhn, Lamm, Pferd, Kaninchen, Fisch, Strauß, Elch, Hirsch und Rentier
Innereien: Leber, Herz, Nieren, wichtige Lieferanten für Vitamine und Spurenelemente
Knochen & Knorpel: Puten- oder Hühnerhälse und Kehlköpfe vom Rind.
Gemüse & Obst: püriert oder fein gerieben, als Quelle für Ballaststoffe und bioaktive Stoffe
Öle & Mineralien: z. B. Lachsöl für Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffmischungen für eine vollständige Nährstoffversorgung
Wie viel BARF braucht mein Hund?
Als Faustregel gilt: Ausgewachsene Hunde benötigen täglich etwa 2–3 % ihres Körpergewichts, Welpen und Junghunde hingegen 4–6 % des aktuellen Körpergewichts, hier sollte das Wachstum regelmäßig im Blick behalten werden, da sich der Bedarf mit zunehmendem Alter verändert. Sehr aktive Hunde, die viel Sport machen oder viel draußen sind, dürfen eher am oberen Ende der Spanne gefüttert werden. Ältere oder weniger aktive Hunde benötigen dagegen etwas weniger, da ihr Energiebedarf geringer ist.
Ein einfaches Beispiel zur Orientierung: Ein ausgewachsener Hund mit 20 kg Körpergewicht kommt täglich mit etwa 400–600 g BARF bestens versorgt durch den Tag. Generell gilt: Beobachte Deinen Hund regelmäßig und passe die Menge bei Bedarf an, ist er zu schlank, etwas mehr; nimmt er zu, etwas weniger. Das Gewicht ist der beste Indikator dafür, ob die Ration stimmt.
Welpen barfen – so gelingt die artgerechte Ernährung von Anfang an
Welpen können grundsätzlich von Anfang an mit BARF ernährt werden, doch ihr Nährstoffbedarf unterscheidet sich deutlich von dem ausgewachsener Hunde. In der Wachstumsphase benötigen Welpen besonders viel Calcium, Phosphor und hochwertige Proteine, damit Knochen, Muskeln und Organe sich optimal entwickeln können.
Die tägliche Futtermenge orientiert sich beim Welpen am aktuellen Körpergewicht und liegt bei 4–6 % – je nach Wachstumsphase und Rasse. Große und sehr große Rassen reagieren empfindlicher auf ein Ungleichgewicht bei Calcium und Phosphor, weshalb hier besonders auf eine ausgewogene Zusammensetzung geachtet werden sollte.
Für den Einstieg empfehlen sich leicht verdauliche, magere Proteinsorten wie Huhn oder Pute. Rohes Fleisch sollte immer frisch und aus hochwertiger Quelle stammen. Innereien, besonders Leber, liefern wichtige Vitamine, sollten aber auf maximal 5 % der Wochenration begrenzt werden, da ein Übermaß an Vitamin A schaden kann.
Knochen sollten Welpen erst dann bekommen, wenn ihre Verdauung auf BARF eingespielt ist, also frühestens nach 6–8 Wochen. Danach eignen sich weiche, fleischige Knochen wie Hühnerhälse hervorragend, da sie Calcium und Phosphor in einem natürlichen Verhältnis liefern und gleichzeitig die Zahnentwicklung unterstützen.
Grundsätzlich gilt: Welpenfütterung mit BARF erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit als bei ausgewachsenen Hunden. Wer unsicher ist, sollte einen Tierarzt oder Ernährungsberater hinzuziehen, der die Zusammensetzung der Ration prüfen kann.
Welches Futter eignet sich für den Einstieg?
Für die Umstellung eignen sich besonders leicht verdauliche Proteinsorten, also Sorten, die der Magen des Hundes problemlos verarbeiten kann, ohne gleich von der neuen Ernährungsform überfordert zu werden. Bewährt haben sich vor allem drei Proteinquellen: Huhn ist mild, mager und besonders gut bekömmlich, ideal als erster Einstieg. Lamm punktet mit einem sanften Geschmack und wird auch von empfindlichen Hunden meist sehr gut vertragen. Pute ist ebenfalls ein mageres, leicht verdauliches Protein und eignet sich hervorragend für den Beginn der Umstellung.
Grundsätzlich gilt: Starte mit einer einzigen Proteinquelle und wechsle erst dann, wenn sich die Verdauung eingespielt hat. So behältst Du den Überblick und kannst eventuelle Unverträglichkeiten leicht zuordnen.
Wer noch unsicher ist, welche Sorte am besten ankommt, startet am besten mit einem Probierpaket, so lassen sich mehrere Sorten risikofrei testen, bevor man größere Mengen bestellt. Das Nutriment Probierpaket bietet genau das: eine Auswahl verschiedener Sorten zum unkomplizierten Kennenlernen, perfekt für den Einstieg.
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Fertig-BARF oder selbst zusammenstellen?
Fertige BARF-Menüs – ideal für den Einstieg
Wer gerade mit dem Barfen anfängt, ist mit fertigen BARF-Menüs bestens beraten. Sie sind vollständig ausgewogen, tierärztlich entwickelt und denkbar einfach in der Handhabung, einfach auftauen und servieren.
Die Nutriment Frischemenüs werden schonend im eigenen Saft gegart und bei 72 °C erhitzt, so bleiben alle wertvollen Nährstoffe erhalten. Für alle, die rohes Futter bevorzugen, bieten die Nutriment Komfort-BARF Menüs eine vollständig rohe Alternative in verschiedenen Proteinsorten.
Selbst barfen mit Einzelkomponenten
Wer mehr Kontrolle und Freude am Zusammenstellen hat, greift zu hochwertigen Einzelkomponenten. Die Nutriment VitalPower Produkte bieten eine breite Auswahl an Fleisch-, Fisch- und Gemüsekomponenten – auch in selteneren Proteinquellen wie Pferd oder Wild.
Tipps für eine erfolgreiche BARF-Fütterung im Alltag
Damit BARF im Alltag reibungslos funktioniert, gibt es ein paar einfache Grundregeln, die Du im Blick behalten solltest. Wichtigste Regel zuerst: niemals gefrorenes Futter servieren. BARF sollte immer vollständig aufgetaut sein, bevor es in den Napf kommt. Am besten taust Du die Tagesration über Nacht im Kühlschrank auf. Wenn es schneller gehen muss, reichen bei Zimmertemperatur etwa 30–60 Minuten.
Aufgetautes BARF sollte außerdem nicht wieder eingefroren werden. Am besten immer nur die Menge auftauen, die innerhalb von 1–2 Tagen verbraucht wird.
Wer langfristig barft, sollte die Proteinquelle regelmäßig wechseln, zum Beispiel wöchentlich oder alle zwei Wochen. Das sorgt für eine breite Nährstoffversorgung und beugt gleichzeitig der Entstehung von Futtermittelunverträglichkeiten vor.
Und schließlich: Hygiene ist beim Umgang mit rohem Fleisch selbstverständlich. Den Napf nach jeder Mahlzeit reinigen und die Hände nach dem Portionieren waschen, das schützt Dich und Deinen Hund gleichermaßen.
BARF Umstellung – die wichtigsten Fragen & Antworten
Mein Hund hat Verdauungsprobleme nach der Umstellung – was nun?
Das ist in den ersten Tagen normal und kein Grund zur Sorge. Die Umstellung einfach verlangsamen und den BARF-Anteil für einige Tage reduzieren, bis sich die Verdauung eingespielt hat.
Warum frisst mein Hund das neue Futter nicht?
Manche Hunde brauchen etwas Zeit, um sich an den neuen Geschmack zu gewöhnen. Das Futter kurz auf Zimmertemperatur bringen oder zunächst als Topping über das gewohnte Futter geben hilft oft.
Wie lange dauert die Umstellungsphase?
Die eigentliche Umstellung dauert 4–7 Tage. Bis das Mikrobiom vollständig umgestellt ist und alle positiven Effekte spürbar sind, können 4–8 Wochen vergehen.
Muss ich Nahrungsergänzungsmittel zugeben?
Bei hochwertigen, vollständig ausgewogenen Fertig-BARF-Menüs wie den Nutriment Produkten ist das nicht nötig ,alle wichtigen Nährstoffe sind bereits enthalten. Beim Selbst-Barfen kann je nach Zusammensetzung eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.
Wann darf ich meinem Hund Knochen geben?
Erst nach 6–8 Wochen des BARFens ,dann hat sich die Verdauung vollständig auf die neue Ernährung eingestellt und ist bereit für rohe fleischige Knochen.
Fazit: BARF – ein Schritt, den Du nicht bereuen wirst
Die Umstellung auf BARF ist einer der besten Schritte, die Du für die Gesundheit Deines Hundes tun kannst. Ob sofort oder schrittweise, mit fertigen Menüs oder selbst zusammengestellt – der Einstieg gelingt jedem. Natürlich, artgerecht und ohne Kompromisse.
Das Ergebnis spricht für sich – ein glücklicher, vitaler Hund.
Bereit für den ersten Schritt? Starte mit dem Nutriment Probierpaket und finde die perfekte Sorte für Deinen Vierbeiner.


